Dienstag, 20. Februar 2007
"...Die Umstände seiner Geburt spiegeln die Mischung aus Kampf und Erfolg wider, die sein Leben begleiteten: seine Mutter bekam die Wehen in einem Nachtclub."

salsa.de in einer Biografie über Ibrahim Ferrer



Es gibt ja CDs, da weiß man eigentlich gar nicht, warum man diese so gerne hört. Die Musik ist eigentlich viel zu schnulzig oder poppig, aber das ist einem selber erst mal gar nicht bewusst......

Wenn man diese Platte dann mit leuchtenden Augen jemandem vorspielt, der einen ähnlichen Musikgeschmack wie man selber hat - und dann seinen Gesichtsausdruck bemerkt, wird einem plötzlich die wahre Tragweite seines Handelns bewusst. Das Image als Musikkenner ist erst mal ruiniert.......

Menschen mit ausgesprochenem Selbstbewusstsein oder verkümmertem Musikgeschmack macht eine solche Situation nichts aus - alle anderen legen die Platte nur noch auf, wenn Sie alleine sind oder die Situation das Auflegen von bestimmter Musik erfordert....

So geht es mir mit der Platte "Al mercato" von Luca Bassanese - wunderschöne Songs mit gängigen Melodien, das Ganze erinnert ein wenig an eine moderne Version der großen italienischen Cantautori wie Fabrizio de Andre oder Francesco di Gregori - ist aber oft auch ein wenig kitschig....

Aber die Grenze zwischen Kunst und Kitsch ist ja bekanntlich fließend.......

Wer ein wenig italophil ist, sich aber für Eros Ramazotti und Co so gar nicht begeistern will, für den ist Luca Bassanese eine interessante Alternative für den abendlichen Musikgenuss.
Alle anderen sollten vor dem Kauf zumindest irgendwo einmal probehören.





kphua auf flickr


Ibrahim Ferrer wäre heute 80 Jahre alt geworden.