Dienstag, 15. Mai 2007
"Wenn ich Kurt Beck sehe, ist meine Angst begrenzt"

Gregor Gysi im taz-Interview auf die Frage, ob er keine Angst habe, dass die Linkspartei durch eine verstärkte Orientierung der SPD nach links die mühsam errungenen Stimmen wieder verlieren könnte.



In den letzten beiden Monaten versteckte sich in den World Music Charts eine Platte aus Polen, dessen Hörproben ich äußerst faszinierend fand: Nina Stiller heißt die Interpretin der gleichnamigen CD und bis auf die Tatsache, dass es sich um eine polnische Sängerin handelt, weiß ich trotz intensiver Suche nichts über diese Platte.

Aber wichtig sind ja nicht irgendwelche Infos, sondern die Musik – und die hat es in sich: Elektronische Beats sorgen für einen dichten Soundteppich, auf dem dann die betörende Stimme Nina Stillers mit jiddischsprachigen Texten für einen eigentümlichen Gegensatz zwischen Tradition und Moderne sorgt. Bei einigen Stücken ist dies hervorragend gelungen – die digitalen Sounds geben den Songs eine eigene Note und erzeugen eine dichte Atmosphäre. Es gibt allerdings auch einige Lieder auf der Platte, die für mich nur schwer zu ertragen sind – die vorher sorgsame Balance verschiebt sich hin zu einer schwülstigen, elektronisch überladenen Ballade, der jede Ecke und Kante zu fehlen scheint.

Insgesamt ist die CD von Nina Stiller aber ein hochinteressanter und größtenteils gelungener Versuch, jiddischem Liedgut mittels neuer Sounds ein neues Gesicht zu verleihen.