Seitdem Ende Mai der Blog "worldcd.moblog" Ende Mai nach mehrmonatigem Dornröschenschlaf wieder mit regelmäßigen Beiträgen erwacht ist, gehöre ich sicherlich zu den eifrigsten Lesern dieses Blogs. Und das, obwohl (oder vielleicht auch weil) unsere Vorlieben im Bereich der Weltmusik sich häufig stark unterscheiden. Es ist für mich spannend und interessant zu sehen, wie andere Blogger bestimmte Platten bewerten und wie sich deren Einschätzung von meiner Bewertung unterscheidet - und unsere Einschätzungen unterscheiden sich manchmal gewaltig. Doch manchmal sind wir auch (überraschenderweise) einer Meinung. So zum Beispiel bei der neuesten Platte des Uralt-Rumbainterpreten Peret. Der Mann hat mich schon 2001 mit seiner Platte "Rey de la Rumba" begeistert. Dieses Album war eine Art "Best of" - viele seiner Hits hat er dort gemeinsam mit den neuen Heroen der spanischen Mestizo-Musik (Ojos de Brujo/Macaco/Dusminguet) neu eingespielt und gehört für mich zu den wichtigsten Platten im Bereich "Mestizo".
Mit dem neuen Album "Que levante El Dedo" zeigt Peret, dass er prominente Unterstützung eigentlich nicht benötigt. Einfach gespielte Rumba catalá ohne großes Brimborium zeichnet die Platte aus.
Oder wie "Worldcd.moblog" schreibt:
"Die Produktion ist wie ein guter Rioja - gut gelagert, kräftig und aromatisch"
Was kann man da noch hinzufügen?
"Die Lassie Singers waren nicht allein die Rettung für jene, die gerne im Auto Lieder grölen und außer Comedian Harmonists, Ideal und "Die Gedanken sind frei" kein vernünftiges deutsches Liedgut kannten....."
Der Likedeeler zitiert in seinem Blogbeitrag über Die Lassie Singers einen alten Artikel von Richard Oehmann aus der Junge Welt vom 03.11.1998
Der Likedeeler zitiert in seinem Blogbeitrag über Die Lassie Singers einen alten Artikel von Richard Oehmann aus der Junge Welt vom 03.11.1998
ednett am 02. August 2007 | 0 Kommentare
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Am Anfang jeden Monats werden die World Music Charts Europe hier veröffentlicht. Über 50 DJs verschiedener Radiostationen in ganz Europa wählen ihre aktuellen Favoriten. Hier wie immer eine kurze Vorstellung der Top 3 des Monats August und anderer interessanter Trends, die sich vielleicht aus den Charts herauslesen lassen....
1.NOUR von Malouma
weiblicher Wüstenblues - ich kenne so gut wie nichts von der mauretanischen Sängerin - die Hörproben klingen faszinierend - es scheint sich um kein reines Folklore-Album zu handeln, man vernimmt durchaus auch elektronische Sounds und Loops. Sicherlich eine lohnende Anschaffung
2.DJIN DJIN von Angelique Kidjo
das ich mit Frau Kidjo ziemlich wenig anfangen kann, hatte ich im letzten Monat ja bereits ewähnt.......
3.BAHAMUT von Hazmat Modine
neue Inspirationen für Bluesliebhaber - also nichts für mich.....
Insgesamt leidet der Monat August doch etwas unter dem Sommerloch. Die Neueinsteiger tummeln sich bis auf zwei spanische Ausnahmen auf den letzten Plätzen. Während mir der Gitarrist Miquel Gil (Platz 8) etwas zu folkloristisch ist, finde ich die spanisch-britische Band LaXula höchst spannend. Auf ihrer Webseite gibt es einen Stream der kompletten CD......
Die historischen Afrika-CD des Stern's Label "überschwemmen" weiter die Charts. Neben der bereits im letzten Monat platzierten CDs "Autencite - The Syliphone Years" und "Belle Epoque Volume 1: Soundiata" hat eine weitere CD mit dem Titel "The Classic Guinean Guitar Group" ihren Weg in die Top 20 gefunden. Nichts gegen das Ausgraben alter Schätze - ich würde mich zur Abwechslung mal wieder über ein paar neue afrikanische Perlen freuen - es muss ja nicht unbedingt Angelique Kidjo sein.......
Warten wir auf bessere Zeiten im September mit neuen CDs von Muchachito Bombo Infierno, Shantel oder Manu Chao (?)
1.NOUR von Malouma
weiblicher Wüstenblues - ich kenne so gut wie nichts von der mauretanischen Sängerin - die Hörproben klingen faszinierend - es scheint sich um kein reines Folklore-Album zu handeln, man vernimmt durchaus auch elektronische Sounds und Loops. Sicherlich eine lohnende Anschaffung
2.DJIN DJIN von Angelique Kidjo
das ich mit Frau Kidjo ziemlich wenig anfangen kann, hatte ich im letzten Monat ja bereits ewähnt.......
3.BAHAMUT von Hazmat Modine
neue Inspirationen für Bluesliebhaber - also nichts für mich.....
Insgesamt leidet der Monat August doch etwas unter dem Sommerloch. Die Neueinsteiger tummeln sich bis auf zwei spanische Ausnahmen auf den letzten Plätzen. Während mir der Gitarrist Miquel Gil (Platz 8) etwas zu folkloristisch ist, finde ich die spanisch-britische Band LaXula höchst spannend. Auf ihrer Webseite gibt es einen Stream der kompletten CD......
Die historischen Afrika-CD des Stern's Label "überschwemmen" weiter die Charts. Neben der bereits im letzten Monat platzierten CDs "Autencite - The Syliphone Years" und "Belle Epoque Volume 1: Soundiata" hat eine weitere CD mit dem Titel "The Classic Guinean Guitar Group" ihren Weg in die Top 20 gefunden. Nichts gegen das Ausgraben alter Schätze - ich würde mich zur Abwechslung mal wieder über ein paar neue afrikanische Perlen freuen - es muss ja nicht unbedingt Angelique Kidjo sein.......
Warten wir auf bessere Zeiten im September mit neuen CDs von Muchachito Bombo Infierno, Shantel oder Manu Chao (?)
ednett am 02. August 2007 | 0 Kommentare
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Peter Menzel hat in seinem Buch "Hungry Planet" einen Blick auf die Esstische dieser Welt geworfen und im Time Magazine veröffentlicht.
Neben dem Effekt, die ungerechte Verteilung von Nahrung in der Welt deutlich und direkt sehen zu können, finde ich auch die Präsentation der Lebensmittel sehr interessant. Einige Familien bezahlen wahrscheinlich mehr für die Verpackungen, als andere insgesamt für Lebensmittel zur Verfügung haben.
via Faktotum
Neben dem Effekt, die ungerechte Verteilung von Nahrung in der Welt deutlich und direkt sehen zu können, finde ich auch die Präsentation der Lebensmittel sehr interessant. Einige Familien bezahlen wahrscheinlich mehr für die Verpackungen, als andere insgesamt für Lebensmittel zur Verfügung haben.
via Faktotum
ednett am 01. August 2007 | 0 Kommentare
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ednett am 01. August 2007 | 0 Kommentare
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¶ PI
"Doch wie weit rechts darf gebloggt werden, bevor wir Einträge löschen ?"
Der RBB-Abendschau-Blog mit einem lesenswerten Artikel über die unsäglichen Kommentierer aus dem Umfeld von "Politically Incorrect" (PI) und wie man mit Ihnen ungehen sollte.
via Watchblog Islamophobie
Der RBB-Abendschau-Blog mit einem lesenswerten Artikel über die unsäglichen Kommentierer aus dem Umfeld von "Politically Incorrect" (PI) und wie man mit Ihnen ungehen sollte.
via Watchblog Islamophobie
ednett am 31. Juli 2007 | 0 Kommentare
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Es gibt Konzerterlebnisse, die vergisst man nie. Vor gefühlten 100 Jahren war ich mal bei einem neapolitanischen Abend in der Bundeskunsthalle in Bonn. Außer mir hatte eigentlich nur das typische Bonner Kunstpremierenpublikum den Weg ins Museum gefunden - entsprechend derangiert fühlte ich mich mit kaputter Jeans und altem T-Shirt. Nach einer klassischen Commedia dell'Arte Aufführung kam ein mir damals unbekannter neapolitanischer Musiker namens Eugenio Bennato auf die Bühne. Gut - ganz unbekannt war mir der Name nicht, sein Bruder Eduardo Bennato war in Italien einer der Top-Rockmusiker und auch ich besaß eine Live-CD von ihm. Insgeheim erhoffte ich mir damals von seinem Bruder einen ähnlich fulminanten Auftritt wie den seines Bruders auf der CD. Doch da wurde ich erst einmal bitterlich enttäuscht. Von Rock und Roll keine Spur, stattdessen neue neapolitanische Folklore. Jedoch hielt die Enttäuschung nur wenige Takte, dann war ich gefangen in der faszinierenden Präsentation der Musik Neapels. Ich weiß heute keine Einzelheiten mehr, mir ist aber deutlich in Erinnerung geblieben, wie virtuos die Musiker mit dem Tambourin umgingen und wie sie diesem eigentlich einfachen Rhythmusinstrument Töne entlockten, die mir und dem schnieken Premierenpublikum die Unterkiefer herunterklappen ließen....Später wollte ich immer mal eine Platte von Eugenio Bennato erwerben. Allerdings war das damals gar nicht so einfach. In Deutschland gab es so gut wie keine im Vertrieb bzw. auf Lager. Wenn ich dann doch mal eine Platte im Laden gefunden hatte, war ich entweder pleite oder die Hörprobe im Laden fiel dermaßen enttäuschend aus, dass ich dann mein sauer verdientes Geld lieber in englischen Trip-Hop oder in deutschen Indie-Rock investierte.
Vor wenigen Tagen war es dann doch soweit: ich erstand mit "Sponda Sud" mein erstes Album von Eugenio Bennato.
Und Geschichte wiederholt sich doch, zuerst ziemliche Enttäuschung und dann ein allmähliches In-Den Bann-gezogen-werden. Hier wird nicht einfach rumgeschrabbelt wie bei vielen von mir gerne gehörten Interpreten, hier ist jemand am Werk, der mit viel Verstand seine Musik arrangiert und einspielt. Doch ist dies Stärke und Schwäche zugleich - mir ist das doch manches Mal zu kopflastig, es fehlt dieser Moment des Leichten und Improvisierten......
Musikalisch ist die Platte eine Mischung aus süditalienischer und neapolitanischer Folklore mit nord- und schwarzafrikanischen Einflüssen und ambitioniertem Pop, wobei mir die Stücke, bei denen die Tarantella im Vordergrund steht, eindeutig am besten gefallen. Hier fühlt sich Eugenio Bennato hörbar zu Hause, hat er doch in der Vergangenheit die Tradition des uralten süditalienischen Volkstanzes mit seiner "Taranta Power" Bewegung maßgeblich wiederbelebt und modernisiert. Diese Stücke, bei denen der Rhythmus im Vordergrund steht, können mir dann auch ansatzweise erklären, warum ich damals in Bonn so begeistert war.
Mit den ruhigeren Stücke auf der Platte werde ich mich dagegen wohl nie anfreunden können ....
ednett am 31. Juli 2007 | 0 Kommentare
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