ednett am 27. März 2007 | 0 Kommentare
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Der Sommerhit des Jahres 2007 könnte schon veröffentlicht worden sein. „C. Facile” von Akli D. groovt so entspannend, dass die Hängematte, der Sonnenschirm und die alkoholischen Kaltgetränke schon vor dem geistigen Auge vorüberziehen. Man spürt in diesem Titel (aber auch in vielen anderen des Albums) deutlich die Handschrift Manu Chaos der dieses Album „Ma yela“ produziert hat. Doch ist diesmal der Einfluss Manu Chaos nicht mehr so dominant wie noch bei seiner letzten Fremdproduktion, der CD „Paris Bamako“ von Amadou et Mariam. Es ist es die Platte Akli D’s, ohne die typische Clandestino-typischen Gitarrensound und ohne fremde Gesangsparts – eine Entwicklung, die nicht nur dieser Platte deutlich gut tut, sondern die auch für die weitere Produzentenkarriere Manu Chaos einiges verspricht......
Akli D ist ein kabylischer Algerier, den es vor geraumer Zeit nach Paris verschlagen hat. Mir war er bis dahin völlig unbekannt, sein Erstlingswerk ist spurlos an mir vorüber gegangen. Ich war erstaunt, als ich die Platte „Ma Yela“ das erste Mal hören konnte: eine starke Prise algerischer Musiktraditionen, die aber geschickt an unsere europäischen Hörgewohnheiten angepasst werden, so dass man ihrer nicht so schnell überdrüssig wird. Dabei gelingt es aber auch, niemals ins allzu seichte (Orient-)Popfahrwasser abzudriften. Dafür sorgen auch die Texte, die sich unter anderem kritisch mit den Themen Krieg und Migration auseinandersetzen und manchmal im krassen Gegensatz zu den beschwingten und frohen Melodien zu stehen scheinen. Aber das kennen wir ja auch von Manu Chao und anderen Aushängeschildern der Mestizo-Bewegung.
Insgesamt ein sehr schönes Album, von dem man hoffentlich noch mehr sprechen wird. Vielleicht auch als das Album mit dem Sommerhit des Jahres 2007......
ednett am 27. März 2007 | 0 Kommentare
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“Auch andere Väter haben schöne Töchter, auch andere Länder haben aufregende Musik“
wom entdeckt die Weltmusik
wom entdeckt die Weltmusik
ednett am 26. März 2007 | 0 Kommentare
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“In einem Hotel in Norwegen habe ich einmal beigewohnt, wie ein ganzer Reisebus voll ziemlich älterer Finnen kecken finnischen Tango tanzten - sie schienen ihre eigene Combo dabei zu haben. Es war ein sehr friedlicher und seligmachender Abend, denn alle tanzten mit leicht verklärten Mienen.“
wuggi berichtet im hoefliche paparazzi forum über seine erste Begegnung mit finnischem Tango
wuggi berichtet im hoefliche paparazzi forum über seine erste Begegnung mit finnischem Tango
ednett am 26. März 2007 | 0 Kommentare
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ednett am 26. März 2007 | 0 Kommentare
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Mitunter haben Fusion-Projekte den positiven Nebeneffekt, dass der begeisterte Zuhörer sich nicht nur an den neuen Interpretationen „alter“ Musik erfreut, sondern irgendwann beginnt, sich auch mit den ursprünglichen Wurzeln dieser musikalischen Stilrichtung zu beschäftigen. Manchmal endet dieser Weg in einer Sackgasse – so kann ich als Fan von jiddisch-inspirierter Musik von Balkan Beat Box bis Amsterdam Klezmer Band immer noch nichts mit traditionellem Klezmer anfangen - aber manchmal werden auch verschlossen geglaubte musikalische Türen wieder geöffnet. So haben mich die Electrotango-Bands wie das Gotan Projekt und der Bajofondo Tango Club dazu gebracht, wieder die traditionelleren Tango-Interpreten zu hören. Und siehe da, jetzt vermag mich plötzlich die vorher verschmähte Musikrichtung zu faszinieren.....
Meine neueste „Entdeckung“ ist der in Frankreich lebende Argentinier Juan Carlos Cáceres mit seinem Album „Murga Argentina“. Caceres wird als der Paolo Conte Argentiniens bezeichnet, weil er wie der Italiener erst mit über 50 Jahren zu singen begann. Davon wusste ich beim ersten Hören nichts, es fällt einem aber sofort die Ähnlichkeit der beiden Stimmen auf, die ziemlich frappierend ist. Während ich aber mit der Musik Contes nicht soviel anfangen kann, ist das Album „Murga Argentina“ eine spannende Reise in die Welt des Tangos. Juan Carlos Cáceres beschäftigt sich mit den verschiedenen Einflüssen des Tangos und lässt neben dem wunderschönen klassischen Klängen des Bandoneons auch afrikanische Rhythmen dezent, aber deutlich hörbar einfließen.
So ist ein Album entstanden, mit dem sowohl Kenner als auch Neulinge den Tango neu entdecken können. Mich zumindest hat diese Platte ermutigt, mich weiter mit dieser rätselhaft-melancholischen Musik aus Argentinien zu beschäftigen.....
”Summertime,
And the livin' is easy..”
George Gershwin - Summertime
And the livin' is easy..”
George Gershwin - Summertime
ednett am 25. März 2007 | 0 Kommentare
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ednett am 25. März 2007 | 0 Kommentare
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ednett am 24. März 2007 | 0 Kommentare
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“Die Argentinier haben ihn (den Tango) geklaut. Ihr Tango ist viel zu schnell. Der unsere ist langsam. Finnische Männer haben ihn erfunden, weil sie nie sprechen. So können sie trotzdem den Frauen näher kommen.”
Aki Kaurismäki im Interview mit der Schweizer Sonntagszeitung vom 20.8.2006 - gefunden bei retoeugster
Aki Kaurismäki im Interview mit der Schweizer Sonntagszeitung vom 20.8.2006 - gefunden bei retoeugster
ednett am 24. März 2007 | 0 Kommentare
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ednett am 24. März 2007 | 0 Kommentare
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