Samstag, 3. März 2007
hier wieder 10 Alben, die mich durch den Monat Februar gebracht haben: (zufällige Reihenfolge)

1. Almasala - Eolh
2. Amsterdam Klezmer Band - Remixed
3. Gaudi - Bass, Sweat and Tears
4. V.A. - African Pearls - Congo
5. Mercanti di Liquore - Live in Dada
6. La Pegatina - Al Carrer!
7. V.A. - Make capitalism history
8. Akli D - Ma yela
9. Beirut - Gulag Orkestar
10. La Troba Kung-Fu - Clavell Morenet



Musik aus Südafrika ist so 'ne Sache. Da gibt es den Kwaito, eine im Rhythnus verlangsamte südafrikanische Variante der House-Musik mit Dancehall und Hip-Hop-Elementen, die mich immer wieder kurzzeitig fasziniert. Da ist aber auch Paul Simon mit seinem Album "Graceland", welches er 1986 mit südafrikanischen Musikern wie Ladysmith Black Mombaso aufnahm und welches "Weltmusik" in Europa und Amerka erstmals populär machte. Ich fand dieses Album immer ziemlich bescheiden - wie auch den Acapella-Gesang von Ladysmith Black Mombaso.

Den Ausschlag, sich dieses Album zu besorgen, gab Busi Mhlongo, deren Album UrbanZulu ich vor geraumer Zeit gekauft hatte und immer wieder gerne höre. Jahrelang hab ich nichts mehr von dieser Frau gehört. Als ich dann auf dem Cover sah, dass auch sie mit einem Lied auf dem Sampler vertreten ist, gehörte mir wenige Minuten später ein Exemplar dieser Compilation.......

Beim ersten Hören wich die Vorfreude dann aber einem indifferenten Gefühl. Denn zu unterschiedlich sind die verschiedenen Künstlerinnen und deren Songs, so dass ich nie richtig in die Platte eintauchen kann. Außerdem ist mir insbesondere im Mittelteil der CD der Jazzeinfluss zu hoch und einige Songs viel zu ruhig. Daneben gibt es aber auch einige sehr interessante Songs und Künstlerinnen, von denen ich gerne mehr hören würde - und damit hat eine Compilation wie "South Africa Presents Women with a Voice" einen Zweck dann doch erfüllt.

"South Africa Presents Women with a Voice" ist eine Platte, die wohl ziemlich schnell im Regal Staub ansetzen wird, es kann aber gut sein, dass auf dieser Seite irgendwann mal die Rezension eines Albums von Nana oder Suthukazi Arosi zu finden sein wird.....



Freitag, 2. März 2007


libertinus auf flickr



"Eine feurige wie politisch brisante Stilmixtur: singen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen soziale Missstände, gegen die Zweiklassengesellschaft. Cumbia und Punk, Ska und Rock – und mittendrin das Wandervogel-Liederbuch der Edelweißpiraten: grandiose Mestizo-Musik aus Köln!"

Das Informationsbuero-Nicaragua über La Papa verde aus Köln



Donnerstag, 1. März 2007
Am Anfang jeden Monats werden die World Music Charts Europe hier veröffentlicht. Über 50 DJs verschiedener Radiostationen in ganz Europa wählen ihre aktuellen Favoriten. Hier eine kurze Vorstellung der Top 3 des Monats März.

1. MA YELA von Akli D
Hätte ich nicht erwartet, dass sich Akli D einen weiteren Monat auf der Spitzenposition hält. Keine Frage, es handelt sich um eine wirklich gute CD, aber ich hatte fest mit einer neuen Nummer 1 gerechnet. Zum Album habe ich mich hier bereits kurz ausgelassen. Demnächst noch ausführlicher......

2. QUEENS AND KINGS von Fanfare Ciocarlia,
Fanfare Ciocarlia sind meines Erachtens hauptverantwortlich für den jetzt schon lange anhaltenden Osteuropa-Hype. Ihre Highspeed-Blasmusik ist vielleicht technisch nicht immer perfekt, aber ungeheuer vital und erfrischend. Das neue Album kenne ich noch nicht, die wenigen Hörproben, die ich bisher erhaschen konnte, weisen auf eine gewisse Abkehr von den superschnell gespielten Stücken hin. Das scheint mir auch richtig zu sein, denn allmählich hatte sich zumindest bei mir eine gewisse Langeweile angebahnt. Hoffentlich hält das Album, was dieser hohe Neueinstieg verspricht.....

3. TAXIDOSCOPIO von Kristi Stassinopoulou
Kristi Stassinopoulou gehört zu den ausgesprochenen "Lieblingen" der Juroren. Obwohl ihr kommerzieller Erfolg ziemlich bescheiden ist, taucht sie regelmäßig in den Charts auf - und dies völlig zurecht. Ihre Musik ist für mich schwer zu beschreiben - einerseits fast psychodelischer Trance, andererseits sehr einfache Melodien mit starkem griechischen Einschlag. Zu ihrer neuen Platte in Kürze mehr.....

Ansonsten ist bemerkenswert, dass wieder keine afrikanische Platte den Sprung unter die Top3 geschafft hat. Dabei hätte ich einen dreistelligen Betrag darauf gewettet, dass Tinariwen der neue Spitzenreiter sein würde. Sie schafften es aber "nur" auf Platz 11. Aber vielleicht geht es im April weiter nach oben.
Erstaunlich finde ich auch die guten Platzierungen osteuropäischer Künstler. Vier Interpreten unter den Top 15 sind nicht alltäglich, sprechen aber für eine langsam wachsende Musikkultur mit immer besser werdenden Produktionen. Mir kann es nur recht sein.....



¶ Spocht
Wäre ich ein brasilianischer Fußballer, dann hieße ich "Friedsinho"





segon acte auf flickr



Mittwoch, 28. Februar 2007
Irgendwas scheint Weltmusikbands im März an den Rhein zu treiben. Vielleicht sind es die Bilder vom Karneval oder das Panorama des Doms im milden Frühlingslicht - ich weiß es nicht. Tatsache ist aber, dass massenhaft gute bis sehr gute Band im nächsten Monat nach Köln kommen werden, um uns hier mit Konzertgenüssen zu verwöhnen. Ich hab mich auf Köln beschränkt, die meisten Bands sind aber auf Deutschland-Tournee und damit auch in Ihrer Nähe.Hier ein kurzer Überblick über die Termine:

2.3 Stadtgarten - La Troba Kung-Fu
Über die Band hab ich hier schon einiges geschrieben, ihre klassische Mestizo-Mischung aus Rumba catala mit Cumbia, Reggae und Flamenco ist absolut hörenswert. Für mich eigentlich ein absolutes Muss, wenn...

2.3. KAW (Leverkusen) - La Papa verde
....ja wenn La Papa Verde nicht in meiner Heimatstadt spielen würden. Aber da der Kölner an sich eh nur unter Protest auf die "schäl Sick" (andere Rheinseite) wechselt und die Existenz von Aspirin-City hartnäckig verleugnet, ist dieses Konzert nur für die Diaspora Kölns interessant

6.3. Stadtgarten - Leoparleur
Fetzige Mischung aus französischem Mestizo und Chanson - würde ich sehr gerne sehen

8.3. Stadtgarten - Balkan Beat Box
Eigentlich ein Muss-Konzert - ihre Konzerte im letzten Jahr in Köln waren für mich absolut grandios. Dieser Mix aus osteuropäischen Melodien mit elektronischen Beats war einfach irrsinnig gut. Der Sänger riss mit seiner Energie auf der Bühne jeden Zuschauer im Laufe des Abends mit. Leider ist dies schon das vierte Konzert in einem Jahr, welches die Band in Köln gibt, so dass dieses Konzert nur für die interessant sein sollte, die die Band noch nicht gesehen haben. Alle anderen sollten einen Tag warten und dann....

9.3 Gebäude 9 - Amsterdam Klezmer Band
....sich doch mal auf die "schäl Sick" begeben, um sich mit der Amsterdam Klezmer Band ein weiteres Juwel der osteuropäisch inspirierten Bands anzusehen. Näheres folgt in Kürze in einer Rezension ihres tollen Albums Remixed - nur soviel: ein Muss-Konzert!!

10.3 Stadtgarten - Susana Baca
Susana Baca gilt als die Stimme Perus, ihre ausdrucksstarken Lieder haben sie zu einer Ikone der Weltmusik werden lassen, ich kann allerdings nicht viel mit ihrer Musik anfangen und bleibe daher mal voraussichtlich zu Hause.

12.3. Stadtgarten - Mardi Gras.BB
Mannheimer Band mit 11 köpfiger Besetzung, die vom Funk und New Orleans Mardi Gras inspriiert wird und denen eine phänomenale Live-Show nachgesagt wird - ist aber eigentlich nicht so mein Ding.......

15.3 Kantine - Tinariwen
Die Rezension ihrer letzten Platte findet man hier - und auch die Einschätzung, dass den Besucher ein spannendes Konzert erwartet....

Jetzt sind wir erst beim 15. des Monats angekommen und der kurze Überblick ist doch etwas länger geworden. Deshalb gibt es den Überblick über die zweite Hälfte des Monats später (so um den 10. März herum).